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Herstellung einer ZigarreKubanische zigarrenroller in Pinar del Rio Kubanischem zigarrenroller über die Schulter gegucktSo angebaut entwickeln sich dünne, sehr gleichmäßige und geschmeidige Blätter, die leider auch beinahe vollständig geschmacklos sind. Der tabaco tapado (bedeckter tabak) wird unter Stoffbahnen angebaut, die die Pflanzen vollständig vor der tropischen Sonne schützen. Es werden zwei Arten des Anbaus unterschieden.Schon die Art des Anbaus entscheidet, was mit dem Tabak zukünftig geschieht. Diese Blätter können ausschließlich als Deckblatt (capa) verwendet werden. Aus diesen Blättern wird später die Einlage (tripa) und die Umblätter (capote).Der tabaco del sol (tabak der Sonne) hingegen wächst unter der tropischen Sonne auf und entwickelt so kräftige und geschmackvolle Blätter. Diese nennt man volado. Sie haben einen mittelstarken Geschmack. Sie werden ligero genannt. Die oberen Blätter, die am meisten Sonne getankt haben, sind die kräftigsten.Beim tabaco del sol werden drei Sorten unterschieden, die von der Position des Blattes an der Pflanze abhängen. Die mittleren Blätter nennt man seco. Die mildesten Blätter stammen vom unteren Ende der Pflanze. Die Kombination dieser drei Sorten, die ligada, verleiht einer jeden zigarrenmarke ihren typischen Geschmack. Der Reifungsprozess ist auf die gewünschte Farbe der Blätter und auf die tabakart abgestimmt. Das Ziel ist, ihren Gehalt an Zucker und Wasser zu reduzieren, ohne dass die Blätter verfaulen.Nach der Ernte werden die Tabakblätter künstlich gereift. Sie werden dafür zwischen 25 und 50 Tage lang abwechselnd der Sonne ausgesetzt und im Schatten gelagert. Dazu ist ein bestimmtes – idealerweise subtropisches – Klima notwendig sowie spezielle LagerHäuser, um den Tabak zu lagern und zu belüften. Wichtige Vorarbeit: das Sortieren der tabakblätter nach GeschmackseigenschaftenAuch dieser Vorgang muss ständig kontrolliert werden, damit die Blätter nicht verrotten oder zerfallen.Anschließend werden die tabakblätter fermentiert. Erst während der Fermentation entstehen die spezifischen Aromen des Tabaks. Nur die edelsten Blätter gelangen in die Produktion handgerollter zigarren.Die gereiften und fermentierten Blätter werden nun von Hand sortiert. Erfahrene tabakarbeiter achten hierbei auf Aussehen (bei den Deckblättern), Beschaffenheit und Aroma der Tabakblätter. Blätter, die nicht den Anforderungen entsprechen, werden aussortiert und für Shortfiller, zigarillos oder Zigaretten verwendet. Nach dem Entfernen der Mittelrippe werden die Blätter für die Einlage ein zweites Mal fermentiert. Tatsächlich ist das Rollen der Zigarre traditionell eine Männerarbeit, die erst in jüngster Zeit immer häufiger auch von Frauen erledigt wird. Vielleicht kommt daher das Gerücht, dass zigarren auf den Schenkel schöner Mulattinnen gerollt werden.Nach dem Sortieren wird die Mittelrippe vornehmlich von Frauen, den despalilladoras, entfernt. Tatsächlich wird diese Arbeit meist auf dem Schenkel ausgeführt. Aber weder werden zigarren auf Schenkeln noch vornehmlich von Frauen gerollt. Danach wird der zigarrenrohling in einer Presse in seine endgültige Form gebracht. Zunächst legt der Roller je nach Größe des Formats ein, zwei oder auch drei Umblätter vor sich auf den Tisch und stellt aus ligero, seco und volado die gewünschte Mischung zusammen. Ein erfahrener zigarrenroller kann am Tag je nach Sorte zwischen 40 und 180 identische zigarren rollen.Hochpreisige zigarren werden von Hand gerollt. Die Einlage wird kunstvoll gefaltet, so dass später der Rauch gut durch kleine Kanäle gezogen werden kann, und in das Umblatt eingerollt. Umso erstaunlicher ist es, dass der ganze Vorgang (ohne das Pressen) bei einem erfahrenen Roller ganze zwei Minuten dauert. Das alles klingt kompliziert und ist es auch. Nur an dem Ende, das später das Mundstück – den zigarrenkopf – bildet, wird das Deckblatt mit einem speziellen Kleber befestigt und kunstvoll zu einem geschlossenen,runden "Kopf" gerollt. Mit einem geschickten Schnitt mit der chaveta – eine Art Wiegemesser – wird das Deckblatt sichelförmig zurechtgeschnitten und fest um den Rohling gerollt.Nun sucht der Roller das Deckblatt aus. Bei der "amerikanischen Methode" jedoch wird mit einem speziellen Messer, das eine runde, geschlossene Klinge hat, ein kleines Stück tabak aus dem Rest des Deckblattes ausgestanzt und das Mundstück so verschlossen. Zum Schluss wird die Zigarre mit der Guillotine auf die vorgeschriebene Länge zurecht geschnitten. Besteht die Zigarre die Prüfung, so wird sie meist in Bündeln zu 50 Stück mehrere Monate, besonders edele zigarren sogar mehrere Jahre gelagert. Es werden Stichproben gezogen, von denen einige von speziell ausgebildeten Verkostern geraucht und andere aufgeschnitten werden, um die Zusammensetzung und Verarbeitung der Mischung zu prüfen. Aber auch auf ein schönes Aussehen und ein gleichmäßig verlaufendes Deckblatt wird geachtet.Jede einzelne Zigarre wird nach ihrer Herstellung einer genauen Kontrolle unterzogen. Der Kontrolleur prüft dabei, ob Länge, Durchmesser und Form des Kopfes der Norm entsprechen. Bei guten zigarren ist es wie bei gutem Wein: bei richtiger Lagerung werden sie immer besser. zigarren, die nicht den Anforderungen an die Farbe entsprechen, werden aussortiert.Nach der Lagerung werden die zigarren von den Sortierern (escogedores) nach Farbe zusammengestellt. Ein Sortierer stellt zigarren gleicher Farbe zusammen, während ein weiterer aus den so entstandenen Bündeln jeweils eine Zigarre auswählt und die Reihenfolge in der Kiste festlegt. Links liegt immer die dunkelste und nach rechts werden die zigarren in genau festgelegter Reihenfolge immer heller. Hier findet auch die letzte Qualitätskontrolle statt. Das sind die Fehlfarben, die deutlich preiswerter sind und zum großen Teil auf dem heimischen Markt Verkauft werden. Deren Produktion wird streng überwacht. zigarrenHersteller verwenden oft über Jahrzehnte die gleichen Bauchbinden. Sie zeigt den Namen der Produktionsfirma und das Herkunftsland, manchmal auch kleine Abbildungen diverser Auszeichnungen für die Qualität in Form von Medaillen.Vor dem Verpacken wird den einzelnen zigarren die Bauchbinde umgelegt. Kleinste Abweichungen von der Originalbauchbinde können schon ein Hinweis auf eine Fälschung sein. Übersicht zigarren - Mehr zum Thema zigarren (2) informationen zu verwandten Kategorien: Wasserpfeife # Handelsembargo # Humidor # Toxin # Passivrauchen # Embargo # Mundschleimhaut Blut # Rauschmittel # Papier # Argentinien # Kanada # Phenylethylamin # 1862 Leipzig # Venedig # 1492 # Pelz # Chaveta # Durchmesser # Alkohol 1720 # zigarrenformate # Karl Marx # Rokoko # Luft # zigarrenversand # tabaksteuer Zweiter Weltkrieg # Provitamin # Kunstfaser # Orson Welles # Machorka # Whisky # 16. 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